Rahmenprogramm Montag Vormittag (9.5.2011)
2000 Schritte - 2000 Jahre
Der klassische Stadtrundgang bietet einen gelungenen Überblick über die Historie inklusive Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Trier:
Porta Nigra (Wahrzeichen der Stadt Trier und größtes Stadttor der antiken Welt) - spätromanisches Dreikönigenhaus aus dem 13. Jahrhundert - mittelalterlich geprägter Hauptmarkt mit dem imposanten Turm der St.-Gangolf-Kirche, die "gute Stube Triers" - mächtige Fassaden von Dom St. Peter und Liebfrauenkirche - Innenbesichtigung der Römischen Palastaula, dem Thronsaal Kaiser Konstantins des Großen und weiterer römischer Imperatoren des 4. Jahrhunderts - beschwingtes Rokoko des Kurfürstlichen Palais aus dem 18. Jahrhundert - Innenbesichtigung der spätantiken Kaiserthermen mit weitverzweigten unterirdischen Bedienungsgängen.
Dauer: 2 Stunden
Beginn 9.00 Uhr
Domführung
Die Hohe Domkirche St. Peter zu Trier ist die älteste Bischofskirche Deutschlands und die Mutterkirche des Bistums Trier.
Der Trierer Dom steht über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage. Nach Konstantins letztem Aufenthalt in Trier in den Jahren 328/329 wurde der Palast niedergelegt und 330 durch die größte christliche Kirche der Antike überbaut. Diese war etwa viermal so groß wie der heutige Dom und reichte fast bis zum Hauptmarkt. Der heutige Dom enthält noch einen römischen Kern mit Originalmauern bis zu einer Höhe von 25,88 Metern. Nach Zerstörungen im 5. und im 9. Jahrhundert wurde der intakt gebliebene Kern durch romanische Anbauten wieder erweitert. Heute zeigt der Dom mit seinen drei Krypten, seinem Kreuzgang, der Domschatzkammer und der Heiligtumskammer Architektur und Kunst aus einer Zeitspanne von über 1650 Jahren. (Quelle: Trierischer Volksfreund vom 24.03.11)
Seit 1986 ist der Trierer Dom Teil des UNESCO-Welterbes Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier.
Weitere Informationen zum Trierer Dom finden Sie auf den Seiten der
Trierer Dominformation
Dauer: ca. 1 Stunde
Beginn: 10.00 Uhr
Basilika "Unterirdisch"
Die am Anfang des 4. Jahrhunderts gebaute Palast-Aula diente Kaiser Konstantin als Thronsaal. Sie war im Inneren mit Marmor verkleidet, in den Nischen standen Statuen aus Marmor. Der Fußboden und die Wände waren beheizt. Durch die einmalige Größe und Pracht wollten die Römer ihre Macht demonstrieren.
Die Basilika wurde auf älteren Bauten errichtet und das Gebäude selbst stand nicht allein, sondern war in der Spätantike Teil des kaiserlichen Palastbezirks. Reste der Anbauten sind in den 1980ern freigelegt worden und können besichtigt werden.
Das Heizen dieses doch sehr großen Raumes stellte sich wie folgt dar: Unter dem doppelten Fußboden befanden sich fünf Brennöfen, aus denen die heiße Luft sowohl zwischen den beiden Fußböden, als auch durch eine extra angebrachte Verkleidung geleitet wurde. Somit war nicht nur der Fußboden selbst beheizt. Der Austritt der erwärmten Luft in Höhe dieser Verkleidung sorgte dafür, dass sich die Außenwände ebenfalls erwärmten und quasi als Heizkörper dienten. Eine solche Heizung nannte sich Hypocaustum.
In dieser Führung werden auch die allgemein nicht zugänglichen Räume unter der Kirche gezeigt.
Dauer: ca. 1 Stunde
Beginn: 10.00 Uhr
Rahmenprogramm Dienstag Vormittag (10.5.2011)
"Im Reich der Schatten"
Leben und Lieben im römischen Trier- ein mediales Raumtheater.
Rheinisches Landesmuseum Trier, Neumagener Saal
„Im Reich der Schatten“ ist ein Museumserlebnis in neuer, bisher nie da gewesener Dimension. Raumhohe Rundumprojektionen auf meterhohe antike Grabdenkmäler versetzen die Zuschauer unmittelbar in das spannende Abenteuer im römischen Trier. In der Verbindung aus jahrhundertealten, authentischen Originalexponaten und animierten Filmsequenzen, Sprache und Musik entsteht ein poetisches Spiel, das die antiken Reliefs zum Leben erweckt. Die mitreißende 45-minütige Vorführung ist ein einzigartiges, filmisches 360°-Rundum-Erlebnis.
Die turbulente Reise des Trierer Kaufmanns Gaius Albinius Asper und des Götterboten Merkur in die Unterwelt nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins römische Trier. Das neuartige Raumtheater verbindet authentische Originalexponate mit filmischen Bildern, poetischer Sprache und mitreißender Musik.
Dauer: ca. 45 Minuten
Beginn: 8.45 Uhr
Schatzkammer der Stadtbibliothek
Die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv Trier verfügen über bedeutende und wertvolle Bestände aus Mittelalter und Neuzeit. Dazu gehören:
- kostbare Handschriften und Drucke (Ada-Evangeliar, Trierer Apokalypse)
- der Codex Egberti (Unesco Weltdokumentenerbe)
- die Trierer Gutenbergbibel
- wertvolle Urkunden, Stiche und Karten aus dem Stadtarchiv
- zwei Coronelli-Barockgloben und historische Glasscheiben aus dem 15. - 18. Jahrhundert in der Eingangshalle der Stadtbibliothek.
Der
"Codex Egberti" (StB Hs 24) gehört zu den bekanntesten Handschriften weltweit. Unter dem Trierer Erzbischof Egbert (977-993) entstanden, ist er seit 2004 Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO.
Die Bedeutung des "Codex Egberti" liegt vor allem in seinen etwa 60 Miniaturen. Sie bilden den ältesten erhaltenen ikonographischen Zyklus zum Leben Jesu in einem Buch.
Dauer: ca. 1 Stunde
Beginn: 10.00 Uhr
Die Anmeldung zum Rahmenprogramm erfolgt wie 2010 über unsere
Bildquellen:
Presseamt der Stadt Trier, Bistum Trier, Christian Millen, Rita Heyen, Willi Bosl, Karin Lamprecht, Wikimedia























